Das Huttenreich

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Ace Jin
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Das Huttenreich

Beitrag von Ace Jin » Sa Feb 10, 2024 9:29 pm


Das Huttenreich

Die Bezeichnung ist einerseits richtig, anderseits auch falsch, denn auch wenn der Hutten-Raum auf jeder Sternenkarte als großes Ganzes existiert, ist er doch ein großer Flickenteppich, dessen innere Grenzen in ständiger Bewegung sind. Es ist daher kein politisch geschlossenes Reich unter einer einheitlichen Regentschaft.
Der Huttenraum ist zersplittert und durchzogen von verschiedenen – sich teils mehrfach überlappenden – Einflusssphären. Auch wenn die verschiedenen Huttenfamilien und Fürsten miteinander in Konkurrenz stehen, halten sie zusammen, wenn die Clans von außen bedroht werden. Durch die über Jahrtausende wiederholt geübte Einigkeit im Angesicht des Feindes, sahen die Hutten mehr als nur ein „Imperium“ und eine „große“ Republik kommen und gehen.
Mit ihren Schattenarmeen bestehend aus Piraten und Söldnern, aber auch dem einen oder anderen „Sklavenvolk“ und Vasallenstaat, stellen die Hutten auch aufgrund ihres unermesslichen Reichtums eine galaktische Macht dar, mit der man rechnen muss.

Kurze Datenübersicht:
Anführer: Hutten-Rat (die Köpfe der fünf großen Huttenfamilien)
Regierungsform: Konföderation der Clans
Staatsgliederung: Föderal, Tribal
Hauptwelt: nominell Nal Hutta



Geschichte

Die Einflüsse der Hutten auf die Galaxis sind seit Anbeginn der galaktischen Geschichtserzählung überliefert. Die Hutten als solches waren quasi schon immer da und ihr Einfluss auf Gebiete jenseits des Hutten-Raums ebenso mal mehr, mal weniger groß. Aufgrund der Kombination aus Brutalität und Verschlagenheit die den meisten Hutten zu eigen ist, haben sie es weit gebracht. Als eine egoistische Spezies, die sich für die Krönung der galaktischen Zivilisation hält und später auch als gottesähnliche Wesen von manchen ihrer Sklavenvölker betrachtet wurden, war es nicht verwunderlich, dass die Huttenzivilisation große Macht entfaltete, die nur noch von den später aufstrebenden Menschen überholt werden konnte.


Frühgeschichte
Die Geschichte der Hutten begann auf der legendären Welt Varl, einem reichen und gemäßigten Waldplaneten, der sowohl die Heimat der Hutten als auch deren entfernten Verwandten, den t'landa Til, war. Auch sollen die Rybets von Varl stammen – eine Behauptung, die von den Hutten bis in die gegenwärtige Zeit bestritten wird.
Zunächst noch als Teil des Unendlichen Reiches der Rakata probten die Hutten auf Varl eines Tages den Aufstand gegen ihre Unterdrücker, konnten sich in Massenaufständen gegen sie durchsetzen und ihre zurückgelassenen Technologien – vermutlich auch interstellare Reisetechnologie – übernehmen. Dies sollte die Grundlage des aufstrebenden Huttenreiches sein.
In diesen frühen Tagen der Huttenzivilisation galten die Hutten noch als fähige und auch grausame Krieger, die sich als unbarmherzige Eroberer im Huttenraum ausbreiteten, ohne Gnade andere ansässige Spezies vernichteten und Planeten entvölkerten. Nur diejenigen Spezies, die für die Ausbreitung der Huttenzivilisation nützlich waren und unterworfen werden konnten, wurden verschont. Zu ihren militärischen Stärken gehörte es für die Hutten, Kriegstechnologien von anderen Spezies zu stehlen und für die eigene Kriegsführung perfektioniert zu nutzen. So sollen sie mit Metallrüstungen und technischen Fortbewegungsmitteln die Grenzen ihres Einflussgebietes ausgeweitet haben.

Warum der Huttenbürgerkrieg damals ausbrach, ist nicht überliefert, wohl aber dessen Auswirkungen: Nach der ungenauen Geschichtsschreibung der Hutten soll um 15.000 VSY ihre Heimatwelt Varl durch eine astronomischen Katastrophe vollkommen unbewohnbar geworden sein. Angeblich sei dies durch die Kollision einer der beiden Sonnen in ihrem System mit einem schwarzen Loch ausgelöst worden sein, Wissenschaftler gehen jedoch davon aus, dass die Hutten im Rahmen eines Bürgerkriegs selbst für die Vernichtung ihrer Heimatwelt verantwortlich waren. Die Atmosphäre des Planeten verdampfte und auch die Biosphäre wurde vernichtet. Die Überlebenden flohen auf die Koloniewelt Evocar, die sie fortan Nal Hutta (Basic „prächtiges Juwel“) nannten.
Die Vernichtung von Varl und einiger ihrer Koloniewelten macht eins sehr deutlich: In Ihrer Geschichte hatten die Hutten nur einen wirklichen Feind, der sie an den Rand der Verrichtung trieb: sich selbst.
Die Hutten lernten aus diesen Erfahrungen und begründeten den Rat der Hutten (auch Rat der Ältesten oder Ältestenrat genannt), in welchem die jeweiligen Clanchefs vertreten sind. Dieser Rat fungiert als ein regulatives Korrektiv gegenüber dem verdeckten Machtkampf zwischen den verschiedenen Clans und Huttenfürsten. Er soll verhindern, dass die Hutten erneut in ihrem Fortbestand durch blutige Auseinandersetzungen untereinander gefährdet werden könnten.

Im Fortgang der galaktischen Geschichte spielte das Huttenreich – zwischenzeitlich auch als Hutten-Imperium bekannt – immer wieder eine wichtige Rolle. Die Hutten bekämpften erfolgreich Xim, den Despoten, der die Vorherrschaft der menschlichen Spezies vom Tion-Cluster aus begründete, trotzten den Pius Dea-Kreuzzügen und konnten auch erfolgreich in galaxisweiten Konflikten zwischen den Jedi und Sith, der Republik und den Mandalorianern sowie den Klonkriegen bestehen. Vielmehr war es so, dass es keinen Konflikt gab, von dem sie nicht profitiert haben, sei es durch wachsenden Einfluss und/oder persönliche Bereicherung.


Kollaborateure des Galaktischen Imperiums
Der kontinuierliche Einflusszuwachs der Hutten konnte selbst durch den Aufstieg des Galaktischen Imperiums nicht verhindert werden. Das Imperium beäugte die kriminellen Aktivitäten der Hutten mit großer Sorge, konnte oder wollte trotz seiner militärischen Dominanz das Huttenreich jedoch nie unter seine Kontrolle bringen. Während das Imperium sich damit begnügte, formell einen Moff für den Sektor zu bestellen und einige Randgebiete in imperiale Sektoren einzuteilen, ließen die Hutten das Imperium gewähren, bestachen die „offiziellen“ Machthaber ihrer Sektoren und hatten nach wie vor die wahre Kontrolle über alle Geschicke im Huttenreich.
Da das Imperium am ehesten davon profitierte, die Hutten unbehelligt zu lassen und dafür bedeutende Schmiergelder und Tributzahlungen zu erhalten, wurden auch in den – bereits als solches schwammigen - imperialen Anti-Sklavereigesetzen de facto Ausnahmen für die Hutten geschaffen, damit diese ihren Sklavenhandel weiterbetreiben konnten. Im Galaktischen Bürgerkrieg verhielten sich die Hutten neutral und unterstützten heimlich jeweils die Seite, die ihr gerade Geld einbrachte.

Im Jahr 3 NSY kam es zur Schlacht von Nar Shaddaa. Auslöser war, dass der imperiale Moff Sarn Shild – zuvor Empfänger der großzügigen Spenden der Hutten-Clans – im Auftrag von Imperator Palpatine der Gesetzlosigkeit im Sektor einen Riegel vorschieben sollte. Zwar erwog Moff Shild in jener Zeit, sich und seine Mannen vom Imperium loszusagen, um eine eigene autoritäre Herrschaft zu begründen, doch entschied er sich vorerst, den Wünschen seines Imperators zu entsprechen. Er veranlasste eine Strafexpedition nach Nar Shaddaa. Den Hutten selbst wollten das Imperium und Moff Shild die Möglichkeit geben, sich zu retten, da es ihnen nur um eine symbolische Strafe ging. Die Huttenclans, die von den Plänen des Moffs erfuhren, versuchten diesen abermals zu bestechen, doch ließ sich dieser auf das Angebot nicht ein.
Als Reaktion finanzierten die Hutten eine Söldnerflotte. Diese sollte Freiwillige bei der Verteidigung von Nar Shaddaa unterstützen, während die Hutten sich auf die schwer bewaffnete Welt Nal Hutta zurückzogen. Weiterhin bestachen sie Admiral Greelanx, dem Kommandanten der Strafexpeditionsflotte – nicht wissend, dass Imperator Palpatine seinerseits Greelanx angewiesen hatte, die Schlacht bei Nar Shaddaa zu verlieren, um Moff Shild bei seinen zahlreichen politischen Mitstreitern in Misskredit zu bringen. Die imperiale Strafexpedition endete mit einer peinlichen Niederlage für das Imperium und Admiral Greelanx wurde hierfür von Darth Vader zur Rechenschaft gezogen, während sich Moff Shild vor einer Begegnung mit Vader selbst richtete. Da die Huttenclans das Imperium beschwichtigen wollten, verdoppelten sie die an das Imperium abgeführten Schutzgelder, um weitere Repressalien und Angriffe zu verhindern.
Im weiteren Verlauf des Galaktischen Bürgerkrieges hielten sich die Huttenclans bedeckt, um keine weitere Intervention des Imperiums zu provozieren. Zwar gaben sie sich weitestgehend neutral, verhinderten aber nicht, dass es auch im Huttenraum Rebellenoperationen gab, die vereinzelt auch imperiale Reaktionen gegen die Rebellen zur Folge hatten.

Mit dem Zusammenbruch des Imperiums und dem zeitlichgleichen Tod des Huttenfürsten Jabba Desilijic Tiure wurde das Jahrhunderte bestehende Machtgleichgewicht im Huttenaum gestört und löste Konflikte zwischen den Huttenfürsten und verfeindeten Aspiranten aus. Dieser Konflikt wandelte sich niemals in einen Bürgerkrieg, veränderte aber die Machtverhältnisse im Huttenreich auf Dauer.
Dies führte schlussendlich dazu, dass die Hutten aufgrund von Uneinigkeit etwa zwei Jahrzehnte nach der Zerstörung des Ersten Todessterns den Einfluss über die Marionettenregierung der Zentralität verloren. Verschiedene Adelshäuser der Zentralität schlossen sich zusammen und befreiten sich in einem blutigen Bürgerkrieg von der Knute der Hutten. Da die verschiedenen Clans der Hutten in der Zentralitätsfrage nicht mit einer einzigen Stimme sprachen – sondern ganz im Gegenteil jeder Clan für sich versuchte, die Kontrolle über Zentralitätsgebiete zu erlangen – kam es nicht, wie von der Zentralität befürchtet, zu militärischen Operationen der Huttenclans.
Im Rat der Hutten wurde der Vorfall anschließend analysiert und die Clans wurden auf eine neue Einigkeit eingeschworen. Einen besseren Zeitpunkt hätte es dafür nicht geben können: Während sich die Augen der Autoritäten der Neuen Republik auf das Neue Imperium richteten, mit denen sie sich im Krieg befanden, erkannten die Hutten, dass die Zeit reif war, ihren Einfluss auf den Mittleren Randes und die Kolonien auszuweiten. Prädestiniert hierfür waren die an den Handelsrouten gelegenen Welten, welche in der Nähe des Huttenraumes lagen. Mit Betrug, Intrigen und der Gewalt ihrer zahlreichen Piratenbanden, Söldner und Sklavenheere weiteten sie faktisch ihren Einfluss aus und wagten das, was seit tausenden Jahren von den Hutten vermieden wurde – sie begannen Welten mit militärischen Machtmitteln in Bedrängnis zu bringen.




Politisches System

Die regierende Körperschaft ist der Rat der Hutten, der sich aus den Vertretern der fünf größten, ältesten und einflussreichsten Huttenfamilien zusammensetzt. Die Familien, die die Mitglieder in den Rat entsenden, ziehen ihre Legitimation aus den nachweislichen Familienbanden, die bis in die frühen Tagen von Varl reichen.
Diese traditionelle Herrschaft der Ältesten als Huttenregierung ist für Nichthutten schwer zu verstehen, wird jedoch von Hutten in der ganzen Galaxis – selbst in den entlegensten Ausläuferen – anerkannt. Die Entscheidungen des Rates sind das Gesetz. Die Zuständigkeit des Rates ist subsidiär. Während es im Tagesgeschäft die Aufgabe der jeweiligen Clans ist, für seine eigenen Geschicke Verantwortung zu übernehmen und claninterne Entscheidungen zu treffen, wird der Rat der Hutten tätig, wann immer ein Konflikt zwischen den verschiedenen Clans eine Intervention notwendig macht. Der Rat ist auch das Organ, in dem eine einheitliche Linie der huttischen Außenpolitik besprochen wird.
Während lediglich die fünf ältesten Huttenfamilien ihre Repräsentanten in den Rat entsenden können, ist es den zahlreichen jüngeren Huttenfamilien nur durch Geschäfte mit diesen alten Dynastien möglich, Einfluss auf die gemeinsame Huttenpolitik zu nehmen.

Da der Rat nur in seltenen Fällen tätig wird, liegt die tagespolitische Macht im Huttenreich bei den verschiedenen Clanführern, deren mächtigste Vertreter in Basic den Titel Huttenfürst oder Unterlord tragen. Ein Huttenfürst muss nicht zu den fünf ältesten Familien gehören, um Macht zu haben. Ausreichend ist, dass sein Clan mächtig ist und genügend Finanzmittel angehäuft hat, um als mächtig zu gelten.

Zu den großen Fürsten des Huttenreichs gehören:
*Goldon der Hutte (Sitz: Sog. „Sommerresidenz“ auf Nar Shaddaa)
* Madam Madelaine (Sitz: Nar Shaddaa und Coruscant)
Weitere namenhaft bekannte Hutten:
* Woba Sul


Die Clans und die Verbrechersyndikate
Zu einem der häufigsten Fehler von nichteingeweihten Beobachtern der Huttenkultur gehört es, die einzelnen Clans der Hutten mit den Verbrechersyndikaten der Hutten gleichzusetzen. Ein Huttenclan wird begründet durch das Blut und die Abstammung, manchmal auch die Adoption von Hutten. Hierbei gilt der Spruch der Hutten: „Blut ist dicker als Schleim.“
Demgegenüber stehen die Verbrechersyndikate, die von einem oder mehreren Clans begründet werden, Kajidics (wörtlich auf basic: „die Mittel, mit denen wir Erfolg haben“) genannt. Obschon sich der Begriff Kajidics für illegale Organisationen der Huttenclans durchgesetzt haben, kann der Begriff Kajidic auch legale Unternehmen bezeichnen. In vielen Fällen unterstehen die mächtigsten Kajidics einem einzigen mächtigen Huttenclan – wie z.B. dem inzwischen seit Jabbas Tod stark geschwächten Desilijic Tiure Clan. Gleichwohl sind in der Geschichte auch Kajidics bekannt, die nach dem Tod eines Huttenfürsten zeitweise von Nichthutten geleitet wurden.
Anders als ein Huttenclan besteht ein Kajidic aus einer Vielzahl von Handlangern und Hutten-Vertrauenspersonen, die selbst nicht der Spezies der Hutten entstammten. Insbesondere Angehörige der zahlreichen Sklavenvölker verdienten sich innerhalb der Verbrechersyndikate der Hutten. Nicht unüblich ist, dass ein Kajidic sich andere Verbrecherorganisationen oder Piraten- und Söldnerbanden einverleibt oder diese gegen Beteiligung an der Beute dem Schutz des Syndikats unterstellt.
Manche Kajidics sind so erfolgreich, dass sie mehr Einfluss entwickeln können, als der Rat der Hutten selbst. Die Gesellschaft der Hutten ist so eng mit dem Erfolg der Kajidics verbunden, dass manchen Soziologen eine Unterscheidung von vornherein unsinnig erscheint.


Wirtschaftlicher Einfluss
Es gehört zu den weitverbreitetsten Fehlvorstellungen, dass das Huttenreich und hierbei insbesondere die Huttenclans wirtschaftlich einzig von kriminellen Geschäften lebt. Auch wenn im Huttenreich zahlreiche gesetzliche Grenzen und moralische Einschränkungen bezüglich Sklaverei, Schmuggel, Zwangsprostitution und Drogen keinerlei Relevanz haben, können die Sektoren des Huttenraumes nicht ohne die typischen Wirtschafts- und Industriezweige auskommen, die auch in anderen Teilen der Galaxis bekannt sind. Hierzu gehört die Schwerindustrie ebenso wie die Tourismusbranche und Landwirtschaft. Für den Unterhalt ihrer industriellen Sektoren können die Huttenclans auch auf die zahlreichen „Sklavenvölker“ zurückgreifen, die sie nicht nur als Soldaten, sondern auch als Arbeiter einsetzen.

Die Angehörigen der Huttenspezies gelten im Generellen nicht als große Baumeister, Manufakturbetreiber oder Investoren. Stattdessen sind sie fähige Geschäftsleute, denen es gelingt, Leute mit Bedürfnissen mit denjenigen zusammenzuführen, die diese Bedürfnisse erfüllen können. Sie sind fähige Makler, die durch geschickte Deals und Manipulation die Wirtschaft ausnutzen und zur Mehrung ihrer Profite vor Machtspielen nicht zurückschrecken. Durch die langen und einflussreichen Huttendynastien, die ihr Vermögen von Generation zu Generation weitergeben, haben die verschiedenen Huttenclans großen Wohlstand angehäuft und sind in der Lage, sich offiziell oder durch Strohmänner die Kontrolle an zahlreichen der wichtigsten Unternehmen in der Galaxis zu sichern. Ein altes Sprichwort besagt daher ‚bei jedem großen Geschäft in der Galaxis verdient auf die eine oder andere Art ein Hutt mit.‘
Gleichwohl fußt der Wohlstand der Huttenclans historisch bedingt auf zahlreichen Geschäftsfeldern, die in anderen Teilen der Galaxis verboten sind, da hierdurch die Clans deutlich größere Gewinnmagen erzielen können, als mit „legalen“ Geschäften. Aus diesem Grund werden die meisten illegalen Geschäftsfelder von den Huttenclans kontrolliert oder jedenfalls als wesentliche Akteure bespielt.


Militärischer Einfluss
Seit dem Krieg gegen Xim den Despoten folgen die Hutten die Kajidic-Philosophie: Die Hutten lehnten Krieg und territoriale Expansion zu Gunsten von wirtschaftlicher Dominanz ab, da sie der Überzeugung sind, auf diese Weise am besten den Einfluss der Clans zu mehren. Aus diesem Grund verfügt das Huttenreich de jure über keine offiziellen Streitkräfte.
Natürlich sind die Hutten aber nicht gutgläubig. Sie wissen, dass im Fall der Fälle die Geschäfte der Hutten und ihr Herrschaftsgebiet verteidigt werden müssen. Jeder einzelne Clan verfügt daher faktisch über sogenannte Schattenarmeen, also irreguläre militärische Verbände, bestehend aus gut gerüsteten Söldnern, Piraten oder Clanschlägern. Der Orbit des Huttenraums wird dabei von verschiedenen Piratenbanden gesichert, die in der einen oder anderen weise mit den Huttenclans verbunden waren.
Das Rückgrat der huttischen Sicherheitspolitik bilden die verschiedenen Sklavenvölker der Hutten - Völker, die sich in der Vergangenheit dem Diktat der Hutten unterworfen haben und entweder aus Tradition oder wirtschaftlichen Gründen immer noch von ihnen abhängig sind. Hierzu gehören teils oder im gesamten die Nimbanel, Vodraner, Klatooianer, Toydarianer und andere Spezies, die sich teils während des Krieges gegen Xim den Despoten der Führung der Hutten unterwarfen.

Seit 22 NSY ist zu bemerken, dass die Hutten zunehmend Soldaten von ihren Vassallenvölkern für Operationen außerhalb des Huttenraumes rekrutieren. Auch wenn der Huttenrat weiterhin an seiner vorrangigen Politik des Kajidics festhält, scheint sich im Vorgehen der Hutten eine aggressive Expansionspolitik anzukündigen.


Politischer Einfluss
Die Huttenclans halten auch nach dem Tod des Imperators Palpatine an einer Neutralitätspolitik fest, die es ihnen erlaubt, Geschäftsbeziehungen mit den großen „Playern“ der Galaxis zu unterhalten. Dies führt dazu, dass manch ein Huttenfürst Informationen und Dienstleistungen situativ an diejenige Partei verkauft, die ihm am meisten Geld oder sonstige Vorteile bietet. Der Rat der Hutten entschied allerdings, dass kein Geschäft so weitreichend sein darf, dass hierdurch die Neutralität des Huttenvolkes insgesamt in Frage gestellt werden könnte. Durch die wechselhaften Geschäfte der verschiedenen Hutten mit den Imperialen Fraktionen oder der Neuen Republik wurde ein politisches Gleichgewicht etabliert, das auch nicht von den Geschäftspartnern in Zweifel gezogen wird. Es ist allgemein bekannt, dass die Hutten keine Loyalitäten zu jemand anderen, als den Hutten pflegen. Da die "rechtschaffenden Regierungen der Galaxis" sowieso keine offiziellen Verbindungen zu den Hutten unterhalten wollen, gibt es auch keine offiziellen Diplomaten im Huttenreich. Stattdessen bedienen sich etwa das Neue Imperium und die Republik inoffiziellen Kontaktleuten, um mit den Hutten zu kommunizieren.


Verbündete
Mit den Sakiyanern verbindet die Hutten eine frühe gemeinsame Geschichte. In kriegerischen Auseinandersetzungen gelang es den Sakiyanern, den Respekt der Hutten zu gewinnen, sodass sie auch heute noch als unabhängige und respektierte Verbündete der Hutten gelten und in der Vergangenheit für ihre wertvolle Zusammenarbeit von den Hutten fair bezahlt wurden.


Die unliebsame Konkurrenz: Die Schwarze Sonne
Einst war die Schwarze Sonne eine von den Hutten gehasste Verbrecherorganisation, die mit den Huttenclans um Macht und Einfluss auf den Schattenwelten der Galaxis konkurrierte. Nach dem Tod von Prinz Xizor, der versuchte, eine Allianz mit den Hutten zu erzwingen, fiel der Einfluss der Schwarzen Sonne in sich zusammen. Die heutigen Überreste der Schwarzen Sonne versuchen zwar zu ihrer alten Größe zurückzuerlangen, stellen aber derzeitig keine ernste Konkurrenz für die Hutten dar, die mit ihren Kajidics ihrerseits ihren Einfluss geltend machen, damit die Schwarze Sonne ihnen nicht mehr gefährlich werden kann.


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